Wasserschutzpolizei

In der Stadt LAUENBURG war eine "Wasserschutzpolizei" als ordnungslenkendes Organ schon sehr früh präsent, da die Stadt seit Jahrhunderten ein besonderer Schwerpunkt für die Schiffahrt gewesen ist.

War ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts der "Strommeister" für die Überwachung des gesamten Elbverkehrs zuständig, so wurde ab 1918 dieses vom "Reichswasserschutz" übernommen. Lauenburg konnte am 1. April 1938 endgültig als dauerhafter Standort dieser Dienststelle festgelegt werden. Das Büro befand sich in der Elbstraße 116 in der Nähe der Fähre nach Hohnstorf. Zum Befahren der sehr großen Strecke stand das Boot WASSERSCHUTZPOLIZEI 5 zur Verfügung

Da 1945 die Verbindung zur übergeordneten Behörde in Magdeburg nicht wieder aufgenommen werden konnte, meldete der in Lauenburg diensthabende Oberwachtmeister Fleischmann die Lauenburger Dienststelle in Hamburg an.

Seither ist Lauenburg eine Hamburger Dienststelle !

Die Zuständigkeit erstreckte sich nun von Schnackenburg bis zur Hamburger Grenze bei Borghorst. 1950 standen den 12 Bediensteten 3 Barkassen, 2 Kräder und 3 Fahrräder zur Verfügung. 1952 erfolgte ein Umzug zur Elbstraße 145, dem ehemaligen "Bahnhofshotel" und 1966 ein weiterer zur Elbstraße 2, auf dem Gelände der GEG. Dort ist die Wasserschutzpolizei noch heute untergebracht. Sowohl die Anzahl der Beamten als auch die Ausrüstung mit modernen für die besonderen Streckenverhältnisse und Aufgaben der Elbe gebauten neuen Boote haben sich den stets wandelnden Anforderungen angepaßt.

Auch nach der Wiedervereinigung Deutschlands ist Lauenburg weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Verkehrssicherung auf der angestammten Elbestrecke geblieben. Die Dienststelle ist heute mit 12 Mitarbeitern besetzt und verfügt über die modernen Boote WS 25 sowie WS 42 als schnelles wendiges Boot mit geringem Tiefgang zum Befahren der flachen Uferzonen.